Stefan Kaminski liest – Trix Solier, Zauberlehrling voller Fehl und Adel

Sergej Lukianenko
Trix Solier
Zauberlehrling voller Fehl und Adel

Rezension © 2010 by Klaus Spangenmacher für BookOla.de
 trix_solier
Aus dem Russischen von Christiane Pöhlmann
gelesen von Stefan Kaminski
ISBN 978-3867176385
425 Minuten
Ab 11 Jahre

Kurzbeschreibung
Trix, Erbe des Herzogtums Solier, wird Opfer eines gemeinen Putschs. Trix schwört Rache. Bloß wie? Die wilde Welt jenseits der Schlossmauern ist nichts für zarte Jünglinge. Grässliche Untote, verwirrte Feen und minderbemittelte Minotauren machen Trix das Leben schwer. Aber dann entdeckt er ein ungeahntes Talent: Ist er vielleicht zum Magier berufen? Mit neuem Mut versucht sich Trix als Retter der schönen Fürstin Tiana, die zwangsverheiratet werden soll. Dafür verspricht Tiana, ihm zu helfen, den Thron zurückzuerobern. Die beiden schmieden einen tollkühnen Plan …

Meine Meinung:
Was uns Sergej Lukianenko da auftischt ist mehr als althergebrachte Fantasy, besser als Alcatraz und spannender als ein Piratenroman. Trix Solier wird durch einen Putsch aus seinem soliden, langweiligen und durchaus geregeltem Leben als Thronfolger des Co-Herzogtums Solier gerissen. Seine Eltern kommen dabei um, sein Vater wird ermordet, seine Mutter begeht dreifachen Selbstmord (wie es für Herrscherinnen vorgeschrieben ist) und er selbst muss fliehen.Doch es wird eine Flucht, die skuriler nicht sein kann. Der Magier Sauerampfer nimmt ihn, nachdem er eine steile Karriere als Theaterdarsteller abgelehnt hat, als Zauberlehrling an. Trix erkennt schliesslich, dass er tatsächlich magische Talente hat, die ihm auch bei seiner Rache an Sator Gris unterstützen können. Nach und nach schart er mal mehr mal weniger treue Freunde um sich, die ihn bei seiner zweiten Aufgabe, der Rettung der Fürstin Tiana unterstützen sollen.
In einem rasanten Tempo und einem von Anspielungen auf heutige Technik und viele uns wohlbekannte Dinge (z.B. Beamte) gespickten Erzählstil reisst uns Sergej Lukianenko von Höhepunkt zu Brüller und zu humoristischen Granaten. Er erlaubt sich sogar den geneigten Leser mehrmals direkt anzusprechen und zu verwirren. Man fiebert Seite für Seite weiteren neuen Wendungen und neuen Erkenntnissen entgegen.Grandiose Erzählkunst, die seinesgleichen sucht.
Lukianenko hat hier ein Meisterwerk geschaffen!
Und Stefan Kaminski macht aus dem Hörbuch fast eine inszenierte Lesung. Er schafft es grandios den verschiedenen Charkteren ihre ganz eigenen Stimmen zu verleihen. Und die Komik der Geschichte kann er wunderbar zum Hörer transportieren. Es hat lange gedauert, bis mir das Grinsen wieder aus den Gesichtszügen entschwand.

Fazit:
Ein Hörbuch besser als ein Ei-Pot.
Und eigentlich hätte es nicht zuende gehen dürfen. Man ist versucht es gleich nochmal zu hören.
Aber es wird ja einen Fortsetzung geben.