Der Hörverlag

Der Hörverlag ist der Initiator des neuen Hörbuchmarkts in Deutschland. J.R.R. Tolkien, „Herr der Ringe“, J. K. Rowling, „Harry Potter“ oder Frank Schätzing, „Der Schwarm“ gehören u. a. zu den 850 Lesungen, Hörspielen und O-Tönen des Verlags. 1/3 des Programms ist preisgekrönt.
Aus der Überzeugung heraus, dass sich das besondere literarische Erleben am besten über das gesprochene Wort vermittelt, veröffentlicht der Hörverlag (1993 gegründet) im Mai 1995 sein erstes Programm – darunter Sofies Welt von Jostein Gaarder. Mit hohem Qualitätsanspruch und verlegerischem Weitblick bedient der Verlag seither alle Formate des akustischen Mediums: Lesungen, Hörspiele, O-Ton-Editionen und Features. Rund ein Drittel aller lieferbaren Titel des Hörverlags wurde mit Preisen ausgezeichnet.

Das Programm des Verlags umfasst mehr als 700 lieferbare Titel; jährlich werden etwa 100 Novitäten veröffentlicht. Eine tragende Säule bilden Klassiker wie Thomas Manns Buddenbrooks oder große O-Ton-Editionen wie Lyrikstimmen oder The Spoken Arts Treasury. Titel wie Harry Potter oder Der Herr der Ringe haben innerhalb kürzester Zeit in hohem Maße zur rasanten Steigerung des Bekanntheitsgrades von Hörbüchern beigetragen. Und Autoren wie Umberto Eco, Frank Schätzing und viele andere führen mit schöner Regelmäßigkeit die Hörbuch-Bestsellerlisten an.

Die Formate

Die Lesung.
Bei einer Lesung verleiht ein einzelner Sprecher einem Text seine Stimme. Dabei kann er in individuelle Rollen schlüpfen, indem er zum Beispiel einzelne Charaktere mit unterschiedlichen Akzenten oder Dialekten spricht. Manche Romane eignen sich zur vollständigen Lesung, andere gewinnen, wenn sie gekürzt werden.

Das Hörspiel.
Hörspiel ist Kino im Kopf: Eine Geschichte wird inszeniert und dadurch sehr vielschichtig erzählt. Die Rollen werden von mehreren Sprechern übernommen und die Handlung durch Geräusche und Musik unterstützt. Bei Hörspielen wird unterschieden zwischen Originalhörspielen und Hörspieladaptionen, für die Romanvorlagen umgeschrieben und dann in Szene gesetzt werden.

Original-Ton.
Originalaufnahmen, oft aus Radioarchiven, helfen dabei, das Vergangene am Leben zu erhalten. Denn was übt eine größere Faszination aus als des Autors eigene Stimme? Seit es möglich ist, Geräusche und damit auch Stimmen aufzunehmen und zu übertragen, gibt es Tondokumente. Diese Aufnahmen sind unser akustisches Gedächtnis; sie fungieren als bleibende Dokumente unserer Vergangenheit.

Das Feature.
Das Feature ist nach dem Hörspiel die zweite originäre Kunstform, die der Hörfunk hervorgebracht hat. Während das Hörspiel auf fiktionalen Texten basiert, hat das Feature eher dokumentarischen Charakter. Es macht die Welt als hörbaren Raum erlebbar und vermittelt Inhalte auf unterhaltsame Weise.